1940 – 1959 | Die Gründerjahre

Im Jahr 1940 trafen sich neun kräftige Burschen aus Aichelberg, um eine Fußballmannschaft zu gründen. Es wurde auch ein Trikotsatz in den Farben schwarz-weiß erworben. Außerdem wurde sofort ein Erinnerungsfoto außerhalb von Aichelberg unterhalb des Karlsteins gefertigt. Das Gelände diente auch als Trainingsgelände für die jungen Männer. Man wollte unter sich sein. Da in Aichelberg selbst kein Platz für einen Spielfeld zur Verfügung stand, wurden die ersten Freundschaftsspiele in Strümpfelbach, Baltmannsweiler und in Stetten durchgeführt.

Von da ab wurde für diesen Verein geschuftet und organisiert. Es wurde der Bau eines Sportplatzes in Angriff genommen. Eine Firma aus Plochingen hat im Wald am Ende der Schnaiter Straße in Aichelberg ein Gelände von freigeräumt, um darauf einen Sportplatz zu bauen. Heute steht auf diesem Platz das Vereinsheim und der Festplatz des Musikvereins »Harmonie« Aichelberg. Wegen Geldmangels konnte diese Firma nicht bezahlt werden. Sie wurde durch Naturalien (Wein, Kartoffeln, Obst, usw.) entlohnt. Mit Mühe und Not wurde dieser Platz erbaut, aber nach jedem starken Regen ist ein Teil des Platzes in Richtung Schnait weggerutscht und es musste neu aufgeschüttet werden.

Obwohl bereits seit 6 Jahren Fußball gespielt wurde, wurde der ASV Aichwald erst 1946 offiziell gegründet. Diese Initiative kam von Robert Theuß. Unter dem Namen »FV Aichelberg« wurde erstmals eine Lizenz beantragt und mit Genehmigung der damaligen Besatzungsmacht auch erteilt. Bei der Gründungsversammlung des neuen Vereins hat sich als erster Präsident Gustav Dilger zur Verfügung gestellt. Gustav Dilger erhielt dadurch die Mitgliedsnummer 1. Im Einzelnen wurden folgende Gründungsmitglieder notiert: Karl Stumpp, Otto Weber, Walter und Eugen Maier, Erich Weinschenk, Herrmann Theuß, Reinhold Zoller und Paul Schmid. Ernst Weinschenk übernahm 1949 das Präsidentenamt von Gustav Dilger und übergab es nach ein paar Jahren an seinen Namensvetter Hans Weinschenk.

1953 kam die Ära des Herrmann Theuß. Er führte dieses Amt acht Jahre lang, ihm zur Seite stand Theodor Würtele. Durch das Engagement der beiden wusste bald jeder auf dem Schurwald und im Remstal, dass auch in Aichelberg Fußball gespielt wird. Mit der Überarbeitung der Fußballregularien Ende der 50er Jahre entsprach der kleine Platz leider nicht mehr der vom Verband geforderten Mindestgröße. Auf Grund seiner ungewöhnlichen Maße von 80 x 42 bzw. 34 Metern wurde der Sportplatz vom Württembergischen Fußballverband gesperrt. Als Ausweichplatz dienten vorerst die Sportplätze in Strümpfelbach, Schnait und Baltmannsweiler.

1960 – 1979 | Der ASV Aichwald

Zur Spielzeit 1960/61 wurde ein neuer Sportplatz im Gewann »Alter Hau« zwischen Schanbach und Lobenrot erstellt, der den Mindestmaßen des Verbandes entsprach. So konnte nun auch endlich auf dem Schurwald Fußball gespielt werden. Jedoch war auch dieser Platz allergisch gegen starke Regenfälle.

1965 wurde der Planungsverband »Vorderer Schurwald« gegründet. Dieser Verband gilt als wichtigste Vorstufe auf dem Weg zur Schaffung Aichwalds. Am 16. Februar 1968 wurde aus dem »FV Aichelberg« der »ASV Vorderer Schurwald«. Hier kam die Initiative von Gerhard Hense im Zusammenwirken mit dem damaligen Bürgermeister Hermann Krauter. Aufgrund der Gemeindereform wurde der »ASV Vorderer Schurwald« dem Amtsgericht Esslingen zugeordnet. Kurze Zeit späte begann man mit dem Bau des Sportplatzes in Schanbach.

Mit dem Zusammenschluss der selbstständigen Gemeinden Aichelberg, Aichschieß (mit Krummhardt) und Schanbach (mit Lobenroth) zur Gemeinde Aichwald sollte auch ein Allgemeiner Sportverein entstehen. Am 3. Mai 1975 erfolgte daher die Namensänderung in »ASV Aichwald«. 1976 begann man mit dem Bau eines eigenen Vereinsheims. Außerdem stieg die neu gegründete Damenmannschaft in die Bezirksliga auf.

1980 – 1995 | Die GOLDENEN JAHRE

Mit den 80er Jahren begann die erfolgreichste Zeit des ASV Aichwald. 1983 errang die 1. Mannschaft des ASV zum ersten Mal den Bezirkspokal. Mit einem 2:0 Sieg über den TSV Schopfloch konnten die Spieler um Trainer Kurt Heidle den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern.

Die junge Mannschaft konnte 2 Jahre später sogar noch einen drauf setzen. Mit 19 Siegen, 4 Unentschieden und nur einer Niederlage aus 24 Spielen konnte der ASV erstmals in die Bezirksliga aufsteigen. Nach 2 Jahren in der Bezirksliga musste der ASV 1986/87 den Abstieg in die Kreisliga A hinnehmen.

In der anschließenden Spielzeit schaffte die Mannschaft um Kapitän Udo Bäder den direkten Wideraufstieg. Mit 16 Siegen, 6 Unentschieden und 2 Niederlagen aus 24 Spielen feierte der ASV Aichwald mit 6 Punkten Vorsprung die Meisterschaft. Im gleichen Jahr konnten die Schurwaldbuben erneut den Bezirkspokal in die Höhe strecken.

Dank des sportlichen Erfolgs gab es auch auf dem Gelände einige Veränderungen. 1988 wurde der neue Kunstrasenplatz eingeweiht und 1993 öffnete die Schurwaldhalle ihre Pforten. Den Damen des ASV Aichwald gelang 1995 der Aufstieg in die Bezirksliga und im Folgejahr der direkte Durchmarsch in die Verbandsliga. Mit dem Abstieg der Herren aus der Bezirksliga 1996 endete die erfolgreichste Zeit des ASV.

2010 – 2020 | Der Neuanfang

Nach einigen erfolglosen Jahren und mehrmaligen Abstiegen in die Kreisliga B konnte sich der ASV Aichwald wieder stabilisieren. In der Spielzeit 2010/11 gelang der Aufstieg in die Kreisliga A. Trotz mehrerer guter Saisons blieb den Schurwaldbuben der erneute Aufstieg in die Bezirksliga verwehrt.

2019 gab es trotzdem Grund zum jubeln. Nach über 30 Jahren konnte der ASV Aichwald endlich wieder den Bezirkspokal in die Höhe strecken. Nach einem dramatischen Spielverlauf entschied der Außenseiter ASV Aichwald das Endspiel um den Bezirkspokal gegen den FC Donzdorf mit 9:8 nach Elfmeterschießen für sich.